Mucke

Montag, 29. Mai 2006

Oops, he did it again!

Mike Patton, der kreativste Musiker auf diesem Planeten, hat endlich sein seit Jahren angekündigtes Pop-Projekt "Peeping Tom" aus der Taufe gehoben. Das Album featured so illustre Gäste wie Razhel, Kool Keith, Massive Attack, Kid Koala und Norah Jones. Ich Döspaddel hab am Freitag vergessen mir das Album zu kaufen. Das wird natürlich heute nachgeholt. Zum Glück gibt es ja die Myspace-Seite mit dem äusserst coolen Opener des Albums und den Auftritt von "Peeping Tom" von Freitag bei Conan O'Brian via YouTube.

/>

Freitag, 26. Mai 2006

Define Shock-Rock

Das wohl radikalste Konzept des Rock and Roll, welches je existierte, war das von GG Allin. Seine Musik war staighter Punkrock, der nicht besonders originell war, von seinen Zeiten mit den Murder Junkies einmal abgesehen. Weitaus bemerkenswerter waren seine Bühnenshows, die Performance-Kunst im besten - nämlich umstrittenen - Sinne waren. Er schnitt sich mit Glasscherben die Haut auf, schlug und trat sein Publikum und kackte auf die Bühne. Die unbedingte Radikalisierung des Rock and Roll war Allins unbedingte Mission, die letztendlich zu seinem Tod führen musste. Sein eigentliches Vorhaben, auf der Bühne Amok zu laufen und sich selbst zu richten, konnte nicht mehr umgesetzt werden. Er starb ziemlich unglamourös an einer Überdosis Heroin.

Youtube hat eine Performance von GG Allin ("Bite it you scum"), wo er sich in Scherben wälzt und mit dem Publikum prügelt. Es gibt noch mehr und krassere Shows mit GG bei Youtube.
Sehenswert ist auch Allins Auftritt bei Jerry Springer, wo zwei Welten aufeinander treffen. Großartige Unterhaltung, wie sich established America hilflos mit seiner eigenen dunklen Seite auseinandersetzen muss.

Donnerstag, 11. Mai 2006

Rio Grande Blood

Ministry: Rio Grande Blood

Das Provo-Cover des Jahres geht an Ministry. Zwei Monate nach dem Geniestreich der Revolting Cocks hat sich Al Jourgensen immer noch nicht ausgetobt und legt mit Ministry "Rio Grande Blood" nach. Das Album widmet sich wie der Vorgänger "Houses of the Molé" den Machenschaften von Bushs Regime. Erster Eindruck: das härteste Ministry-Album ever, noch bessser als der Vorgänger und könnte sogar "Psalm 69" toppen!

Montag, 10. April 2006

The hottest Chicks in Rock IX

Fiona of The Drones

Fiona of The Drones.

(Ich geh mal davon aus, dass kaum jemand von der Band gehört hat, auf jeden Fall sind sie (wie alle, die hier auftauchen) äusserst hörenswert. Noisiger Blues, irgendwo zwischen John Spencer und Sonic Youth verortet. Auf der Homepage gibt es einige gute MP3s für lau.)

Parts I, II, III, IV, V, VI, VII, VIII.

Montag, 20. März 2006

Tapes

home taping is killing musicWo zum Teufel sind eigentlich meine ganzen Tapes abgeblieben? Ich hatte dutzende und aberdutzende sorgfältig aufgenommene Kassetten, die ebenso sorgfältig beschriftet und nie mehr als zweifach überspielt, treue Begleiter waren. Meine ersten Versuche begannen Mitte der 80er, als ich einen dieser ganz normalen Kassettenrekorder, mit denen man als Kind ursprünglich seine TKKG und ??? hört, mit einem Kabel an den Fernseher anschloss. Ich bin wohl einer der wenigen, die zuerst vom TV und dann erst vom Radio tapeten, einfach weil ich noch kein entsprechendes Gerät hatte. Also nahm ich aus Sendungen wie P.I.T. oder "Ronny's Pop Show" die Musik auf, ich erinnere mich an eine frühe Kassette, auf der u.a. Liveaufnahmen von Depeche Mode's "Question of Time" war. Kurz danach endete dann auch gottlob meine DM-Phase.

Es folgte die erste Kompaktanlage und etwas später die erste richtige Hifi-Anlage aus Bausteinen, wobei ich für zuerst ein Doppelkassettendeck hatte, welches ich später zugunsten eines sündhaft teuren Kenwood Dreikopfsingletapedecks verkaufte. Das damals von 1300 Mark herunterreduzierte Gerät tut auch 15 Jahre später noch seine Dienste. Parallel dazu wuchs auch mein Anspruch an die Tapes. Unter der "TDK SA II" lief grad mal gar nichts und wenn ich meine Omma lange genug bequatscht hatte und sie mir nen Zehner zusteckte, wurde der gerne auch mal für eine Metal-Kassette (Typ IV) investiert. Kurzum: ich war damals auf dem besten Wege, einer dieser unerträglichen audiophilen Nerds zu werden. Der Formatwirrwarr, der mit dem Auftauchen von DAT, MiniDisc, CD-R usw. begann, rettete mich dann glücklicherweise und ich verlegte mich eher auf anspruchsvolle Mixtapes, um Geschlechtsverkehr ausüben zu können. Ich muss wohl keinem erzählen, dass man Mädchenherzen mit Tapemixes erobern kann, das wurde an diversen anderen Stellen schon vermehrt ausgeführt.

Wiedemauchsei, ich hatte eine stattliche Auswahl an Tapes, die nun zu 90 Prozent verschollen ist. Vielleicht ist sie in irgendeinem dieser ominösen Umzugskartons, die man seit Jahren unausgepackt von einem Wohnungskeller in den nächsten mitnimmt. Das würde aber nicht erklären, warum ein Rest der Kassetten noch in der Bude rumfliegt. Vielleicht hat auch die Verflossene damals in einer lange geplanten Racheaktion meine Schätze an sich gerissen. Eine schier unerträgliche Vorstellung. Vielleicht sind sie aber auch, als ich ihnen mit MiniDisc und MP3-Playern fremdging, einfach vor Kummer eine nach der anderen in meinen Papierkorb gefallen und ich hab sie über die Jahre weggeschmissen, ohne es zu merken. Eine Vorstellung, die mich hyperventilieren lässt.

Jetzt merke ich, dass sie fehlen, da ich zur Zeit täglich mit einem Auto fahre, das über ein Kassettendeck verfügt. Die einzigen Tapes, die ich zur Zeit höre sind die ersten beiden Alben von Run-DMC und zwei Alben von den Ärzten. Beides Tapes, die ich vor ca. 20 Jahren aufgenommen habe. Außerdem fliegt in der Karre, welche meiner Mitbewohnerin gehört, noch ein "Bibi Blocksberg"-Hörspiel herum, welches ich mir aber bislang verkniffen habe. In meiner Not habe ich sogar eine neue Kassette getapet, aus Zeitgründen ist das aber kein Mix, genau das was ich eigentlich bräuchte. Ich hoffe, dass sich beim anstehenden Umzug in einer dieser ominösen, seit den Neunzigern nicht mehr geöffneten Umzugskartons die Schätzchen befinden, mitsamt ihrer großartigen Musik, zusammengestellt zu einer Zeit als es noch hieß: "Hometaping kills Music". Dafür würde ich sämtliche lieblos zusammengebrannten Mix-CDs sofort feierlich verbrennen!

Donnerstag, 16. März 2006

Titelschutzanzeiger 03/2006

Ich reserviere hiermit folgende Namen für von mir noch zu gründende Bands:

Punkrock in Bangkok
Swing in Beijing
Hardcore in Bangalore
Emo in San Remo
Ragga-Ska in Madagaskar
Hiphop in Bottrop
Rockabilly in Tbilisi
Metal in Veddel
R'n'B ist Pandemie

Dienstag, 7. März 2006

Cocked and Loaded!

Revolting Cocks: Cocked and LoadedIm Sommer 1993 hab ich das letzte Album der Revolting Cocks "Linger Ficken' Good" gekauft, diese Woche durfte den endlich erschienen Nachfolger dazu erwerben. Verdammte 13 Jahre haben mich Al Jourgensen, Luc van Acker und Co. warten lassen und ich habe buchstäblich graue Haare in der Zeit bekommen. Das letzte Album erschien in der Blütezeit des Industrial-Metal im Schlepptau von Ministry's "Psalm 69", der Allzeit-Referenz dieser Musikrichtung. Ministry gingen danach musikalisch durch tiefe Talsohlen, konnten aber 2004 mit "Houses of the Molé", einem bitterbösen Abgesang auf die Bush-Administration, wieder an alte Qualitäten anknüfen. Und als dann auch noch ein neues RevCo-Album angekündigt wurde, war klar: Al Jourgensen hat die Spritze endlich wieder gegen das Plektrum eingetauscht und ist mit Ende 40 fitter denn je. Sein bestes Sideproject neben Lard kommt also tatsächlich mit neuem Stoff ums Eck.

Das Album, welches ich dann in schönster Nostalgie feierlich auflegte, geht dann auch direkt dermaßen ab, dass einem schwindlig wird. Mit "Fire Engine" (Hörprobe), zusammen mit Iggy Pop geschrieben, legen die Cocks in wahnwitzigem Tempo und höchster Lautstärke los. Ist dieser Track stilistisch noch eher an Ministry ausgerichtet, zeigen die weiteren 9 Titel aber die ganze musikalische Bandbreite, was auch an den wieder einmal zahlreichen hochkarätigen Gastauftritten liegt, u.a. von Billy Gibbons (ZZ Top), Gibby Haynes (Butthole Surfers) bishin zum alten Bekannten und Mastermind Jello Biafra, der wieder einmal die Lyricsklinge ordentlich gewetzt hat. Der Track "Viagra Culture" kommt als bitterböse-ironischer American Nightmare mit herrlich eingängigen fetten Industrial-Riffs daher. Weitere Höhepunkte des Albums sind sicherlich die kongeniale Coverversion des Bauhaus-Klassikers "Dark Entries", das chillige "Ten Million Ways to die" oder das Absurde "We will rock you"-Outro bei "Revolting Cocks au-lait". Neben der neuen Boysetsfire-CD ist "Cocked and Loaded" jetzt schon das Mucke-Highlight 2006 - und die neue CD von Ministry steht schon in den Startlöchern, bevor beide Bands zusammen im Sommer auf Tour kommen. Das hätte ich mit 17 so auch nicht für 2006 vorhergesehen!

Dienstag, 28. Februar 2006

The hottest Chicks in Rock VIII

Nico

Nico from The Velvet Underground.

Parts I, II, III, IV, V, VI, VII.

Donnerstag, 23. Februar 2006

The Soundtrack of my Life

Der Fasteloovend muss kurz warten, wenn ich einen rein musikalischen Steckbrief ausfüllen kann!

1. Ein Lied aus deiner frühesten Kindheit:
Ich erinnere mich dunkel an Ilja "Lich aus, Spot an" Richter und seine Disco-Sendung. Wer da konkret auftrat weiß ich nicht. Ansonsten war mein Vater berüchtigt für seine "Alice Cooper"-Performances seit er in der Düsseldorfer Philipshalle einen Nebenjob als Security hatte und so kostenlos von Sabbath bis Deep Purple die ganze Hardrock-Ära mitbekam.

2. Ein Lied, das du mit deiner ersten großen Liebe assoziierst:
Eigentlich kein spezielles. Am ehesten noch "Our House" von Madness.

3. Ein Lied, das dich an einen Urlaub erinnert:
"One armed Scissor" von At the Drive-in im Interrail-Urlaub 2001.

4. Ein Lied, von dem du in der Öffentlichkeit nicht so gerne zugeben möchtest, dass du es eigentlich ganz gerne magst:
Ich gebe gerne zu dass ich Scooter vergöttere, wer schreit schon ganz im Ernst "Supermuschi" in einem Lied?

5. Ein Lied, das dich – geplagt von Liebeskummer – begleitet hat:
Einfach. "My Life in the Knife Trade" von Boysetsfire. Kann man noch trauriger sein als bei diesem Lied?

6. Ein Lied, das du in deinem Leben vermutlich am häufigsten gehört hast:
"Fight the Power von Public Enemy und "Die Elf vom Niederrhein" von B.O.

7. Ein Lied, das dein liebstes Instrumental ist:
"Orion" von Metallica. Gänsehaut. Sie waren nie wieder so gut.

8. Ein Lied, das eine deiner liebsten Bands repräsentiert:
"Sheena is a Punkrocker" von den unsterblichen Ramones.

9. Ein Lied, in dem du dich selbst wiederfindest oder in dem du dich auf eine gewisse Art und Weise verstanden fühlst:
"Rebell" von den Ärzten. Pathetisch aber wahr.

10. Ein Lied, das dich an eine spezielle Begebenheit erinnert (& welche das ist):
"We care a lot" von Faith no more. Es war 1992 und ich lief durch das eiskalte postkommunistische Dresden.

11. Ein Lied, bei dem du am besten entspannen kannst:
"Dead Cities" von The Future Sound of London.

12. Ein Lied, das für eine richtig gute Zeit in deinem Leben steht:
"The unsuccessfully coping with the natural beauty of infidelity" von Type O Negative. Fühlt man sich jemals lebendiger als mit 18?

13. Ein Lied, das momentan dein Lieblingssong ist:
Das wechselt bei mir fast täglich.

14. Ein Lied, das du deinem besten Freund widmen würdest:
"I'm going slightly mad" von Queen.

15. Ein Lied, bei dem du das Gefühl hast, dass es außer dir niemand gerne hört:
"Creep" von den Revolting Cocks.

16. Ein Lied, das du vor allem aufgrund seiner Lyrics magst:
"Unten mit dem King" von Olli Schulz.

17. Ein Lied, das weder deutsch- noch englischsprachig ist und dir sehr gefällt:
"L'Via L'Viaquez" von The Mars Volta.

18. Ein Lied, bei dem du dich bestens abreagieren kannst:
"After The Eulogy" von Boysetsfire. Where's your fucking rage?

19. Ein Lied, das auf deiner Beerdigung gespielt werden sollte:
"Don't worry about me" von Joey Ramone oder den Zillertaler Hochzeitsmarsch.

20. Ein Lied, das du zu den besten aller Zeiten rechnen würdest:
"Sympathy for the devil" von den Rolling Stones.

(via)

Montag, 13. Februar 2006

45 Years of ending the Silence

Henry Rollins

Herzlichen Glückwunsch, Henry Rollins! Der hard rocking man, seineszeichens Frontmann der legendären "Black Flag" und seiner "Rollins Band", Schauspieler, Schriftsteller und nicht zuletzt: großartiger Entertainer und Stand-up-Performer (hier ein Videoeindruck davon) wird heute 45 Jahre alt. Danke für die großartige Musik und die geilen Konzerte in den ganzen Jahren und bis zum 17. März in Köln bei Deiner Spoken Word Performance!

Supercluster

Jesus built my Hot Blog

User Status

Du bist nicht angemeldet.


"Superclusters are large groupings of smaller galaxy groups and clusters, and are among the largest structures of the cosmos."

schreib ihm:
punkross [ätt] gmail [d0t] com





ihrnichtich.png Keine Zielgruppe
MC4Wettendass
Zuletzt geflickrt

Aktuelle Beiträge

Flugschädel
komm auch von der Grenze, wenn ichs wüsste würd...
MAtza_Tec (anonym) - 7. Feb, 23:58
"Oh ich bin schrecklich...
Diese verdammten Samples verfolgen mich noch heute...
queasy (anonym) - 5. Dez, 10:23
Ein Jahr, oder so, später...
Ein Jahr, oder so, später gab es nochmal eine...
Myk (anonym) - 13. Sep, 14:57
einfach kult
"was sie mit hat...nach hause" einfach die geilsten...
TOK (anonym) - 22. Mai, 14:57
ich hab sie mitte der...
ich hab sie mitte der neunziger schon gehört und...
Johnny (anonym) - 30. Jan, 13:15

Suche

 

Status

Online seit 1129 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 7. Feb, 23:58

Counter & Lizenz



Creative Commons License

...was mit Medien
Art
blogosphere
Comics
der Rest der Welt
die Befindlichkeit des Landes
Everyday is Halloween
Gossip
Interna
Laterna Magica
Mucke
something different
Sport
Sweat the Technique
unterwegs
Way back...
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren