Rezepte für Dilettanten II
Gerstern wollte ich mal schön Frikadellen machen oder Buletten wie man auch sagt. Dazu hatte ich einen Tag lang das tiefgefrorene Hackfleisch in die Nähe der Heizung postiert, damit dies schnell und gleichmäßig auftauen konnte und zudem möglichst alle Keime im Keim erstickt werden konnten. Länger als ein paar Stunden sollte es allerdings nicht in Brutwärme gelagert werden, da für die Keime gilt: manchmal kommen sie wieder. Wiedemauchsei: folgende Zutaten braucht man für Frikadellen: Hackfleisch, Eier, Paniermehl, Zwiebeln, Salz, Pfeffer. Das reicht. Alles andere sind Spirenzken. Leider stellte ich beim Beginn des Kochens, um exakt fünf Minuten vor Ladenschluß fest, dass ich weder genügend Salz noch Zwiebeln hatte, also musste ich auf Surrogate zurückgreifen. Folgende Zutaten blieben noch übrig:
500g Schweinehack (halb/halb war aus)
3 Eier
Paniermehl
5 Knoblauchzehen (Zwiebelsurrogat)
Chilipulver, Paprikapulver, Tomatensalz (Salzersatz)
Also wurde wie gehabt alles schön zusammengemanscht. Den Knoblauch hatte ich eher grob gehackt, die fünf mittelgroßen Zehen ergaben eine halb Hand voll, die vorsichtig unter die Hackmasse gehoben wurden. Diese hab ich dann zu sechs kleineren Frikadellen geformt und in die mit reichlich Sonnenblumenöl stark erhitzte Gußpfanne gelegt. Nach dem beitseitigem starken Anbraten ließ ich die Fleischpflanzerl noch ordentlich durchbrutzeln. Dazu gab es Kartoffeln, die ihre beste Zeit auch schon hinter sich hatten.
Der Verzehr der Frikadellen gestaltete sich trotz der Abwesenheit von Zwiebeln und Salz recht schmackhaft. Allerdings deutete sich währenddessen schon die starke Knoblauchnote an. Und gute 14 Stunden später kann ich zurecht sagen, dass es ein Glück ist, dass es noch kein Geruchsinternet gibt. Wenn man sich selber beim Atmen kaum riechen kann, sollte man eigentlich zu Hause bleiben oder just an diesem Tag seine schlimmsten Feinde besuchen.
Fazit: lecker, aber nur für unempfindliche Gemüter mit funktionierendem sozialen Umfeld. Zwei Frikadellen sind noch übrig, die gibts gleich zu Mittag.
500g Schweinehack (halb/halb war aus)
3 Eier
Paniermehl
5 Knoblauchzehen (Zwiebelsurrogat)
Chilipulver, Paprikapulver, Tomatensalz (Salzersatz)
Also wurde wie gehabt alles schön zusammengemanscht. Den Knoblauch hatte ich eher grob gehackt, die fünf mittelgroßen Zehen ergaben eine halb Hand voll, die vorsichtig unter die Hackmasse gehoben wurden. Diese hab ich dann zu sechs kleineren Frikadellen geformt und in die mit reichlich Sonnenblumenöl stark erhitzte Gußpfanne gelegt. Nach dem beitseitigem starken Anbraten ließ ich die Fleischpflanzerl noch ordentlich durchbrutzeln. Dazu gab es Kartoffeln, die ihre beste Zeit auch schon hinter sich hatten.
Der Verzehr der Frikadellen gestaltete sich trotz der Abwesenheit von Zwiebeln und Salz recht schmackhaft. Allerdings deutete sich währenddessen schon die starke Knoblauchnote an. Und gute 14 Stunden später kann ich zurecht sagen, dass es ein Glück ist, dass es noch kein Geruchsinternet gibt. Wenn man sich selber beim Atmen kaum riechen kann, sollte man eigentlich zu Hause bleiben oder just an diesem Tag seine schlimmsten Feinde besuchen.
Fazit: lecker, aber nur für unempfindliche Gemüter mit funktionierendem sozialen Umfeld. Zwei Frikadellen sind noch übrig, die gibts gleich zu Mittag.
r0ssi - 22. Nov, 10:08
4 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
Klinkinho - 22. Nov, 10:36
ein zweiter lafer
(Mälzer,Zacherl,etc.) wirst du8 wohl nicht. Aber im aktuellen Kochbuchwahn wäre das doch ne interessante Alternative, Zusatzeinnahmen zu generieren. Ein Kochbuch unter dem Titel:
"Schmeckt auch ohne Zutaten"
"Schmeckt auch ohne Zutaten"
r0ssi - 22. Nov, 16:28
großartiger Titel, den reserviere ich mir schomma im Titelschutzanzeiger.
Lillian (anonym) - 22. Nov, 15:59
Ha, du hast die Dinger Fleischpflanzerl genannt! So heißt das in München :) Sehr schön. Aber, alle Surrogate in Ehren, in Fleischpflanzerl gehören Senf und Petersilie. Ohne geht nicht! Und wegen des Knoblauchs machste am besten mal ein Gipfeltreffen mit meiner Schwiegermutter in spe, die kann einen auch ins gesellschaftliche Abseits befördern mit ihrem Fabrikat.
r0ssi - 22. Nov, 16:30
das liegt an meiner bayerischen ex-schwiegermutter in spe (immer diese behelfskonstrukte). daher weiß ich natürlich auch von den extra-zutaten. da die ex-sw aber mit einem griechen verheiratet war kam auch ab und an schafskäse und son zeuch mit rein. scheckt alles paletti aber ich bin da eher purist. und wegen des knofis fühl ich mich heute echt wie ein outsider, man hat mich schon obi wan knobi genannt...







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