Meine seltsamsten Platten, Teil 1
"Apfelkrautsalami". Bei einigen wenigen klingelt es jetzt wohl. Eine Band, die ein Lied so nennt kommt dann auch prompt selbst mit dem irritierenden Namen "Flugschädel" daher. Dieses Projekt existierte Mitte der Neunziger Jahre für 1,5 Alben und stellt vieles in den Schatten, was ich bis dato gehört hatte. Drei Typen aus Flensburg sampleten so ziemlich den kränksten Scheiß zusammen, den man sich vorstellen konnte. Einer der Jungs war auf das visuelle Sampling spezialisiert und komplettierte den Audio-Wahn durch abgefahrene Dia-Collagen.
Ein musikalisches Grundkonzept war kaum zu erkennen, die Stücke mit Namen wie "Riesige gepanzerte Luftschiffe", "Oesophagusvaritzen", "Holzpuppen Subbe" oder "Zieja waswarme san" waren meist durch ein Hauptsample gekennzeichnet, im Falle von "Apfelkrautsalami" eben ein Marktschreier an einem Wurststand. Dazu wurden dann Gitarren und Beats gesamplet, bis man den Wahnsinn fertig hatte.
Flugschädel waren Avantgarde, da besteht kein Zweifel. Ich war damals in der Oberstufe und war im Besitz des wohl einzig je existierenden Bandshirts, das ich mir mit Textilstift gemacht hatte. Allein der Name des Projekts reichte aus, um meine Umwelt zu verwirren, worauf ich es natürlich auch abgesehen hatte. Der Avantgardimus von Flugschädel unterschied sich in einem Punkt allerdings gewaltig von dem von beispielsweise der "Einstürzenden Neubauten". Wo ein Blixa Bargeld zum Lachen eher in den Keller geht und die (übrigens äußerst geniale) Musik der Band stets zynisch und ernst daherkommt, stellten "Flugschädel" stets den Dilettantismus und Ironie zur Schau. Das Motto war wohl eher: "Nimm dich bloß nicht zu ernst", das ich bis heute für mich selbst nur unterschreiben kann.
Die EP "Othniel trug Flugschädel" nach dem selbstbetitelten Album ging dann eher weg von dem industriallastigen hin zu fast schon prodigy-esquen Dancefloor-Stücken, die natürlich nach wie vor schwer zugänglich waren, wenn man sonst nur "Bon Jovi" hört. Auf dieser alten Seite hier gibt es übrigens einige Hörproben. Leider hat man danach nie wieder was von den Jungs gehört, falls sich also einer von euch beim Retrogoogling hierhin verirrt würde ich mich über nen Kommentar freuen.
Ein musikalisches Grundkonzept war kaum zu erkennen, die Stücke mit Namen wie "Riesige gepanzerte Luftschiffe", "Oesophagusvaritzen", "Holzpuppen Subbe" oder "Zieja waswarme san" waren meist durch ein Hauptsample gekennzeichnet, im Falle von "Apfelkrautsalami" eben ein Marktschreier an einem Wurststand. Dazu wurden dann Gitarren und Beats gesamplet, bis man den Wahnsinn fertig hatte.Flugschädel waren Avantgarde, da besteht kein Zweifel. Ich war damals in der Oberstufe und war im Besitz des wohl einzig je existierenden Bandshirts, das ich mir mit Textilstift gemacht hatte. Allein der Name des Projekts reichte aus, um meine Umwelt zu verwirren, worauf ich es natürlich auch abgesehen hatte. Der Avantgardimus von Flugschädel unterschied sich in einem Punkt allerdings gewaltig von dem von beispielsweise der "Einstürzenden Neubauten". Wo ein Blixa Bargeld zum Lachen eher in den Keller geht und die (übrigens äußerst geniale) Musik der Band stets zynisch und ernst daherkommt, stellten "Flugschädel" stets den Dilettantismus und Ironie zur Schau. Das Motto war wohl eher: "Nimm dich bloß nicht zu ernst", das ich bis heute für mich selbst nur unterschreiben kann.
Die EP "Othniel trug Flugschädel" nach dem selbstbetitelten Album ging dann eher weg von dem industriallastigen hin zu fast schon prodigy-esquen Dancefloor-Stücken, die natürlich nach wie vor schwer zugänglich waren, wenn man sonst nur "Bon Jovi" hört. Auf dieser alten Seite hier gibt es übrigens einige Hörproben. Leider hat man danach nie wieder was von den Jungs gehört, falls sich also einer von euch beim Retrogoogling hierhin verirrt würde ich mich über nen Kommentar freuen.
r0ssi - 14. Okt, 12:45
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