Keyboard Biotop
Gestern habe ich mir geschickterweise ein volles Glas Vitaminbrause über die Tastatur gekippt. Das hat man davon, wenn man selbst die Nahrungsaufnahme vor dem Computer vornimmt. Ich hab kurzerhand das Tippbrett umgedreht, die Flüssigkeit rauslaufen lassen und mich damit begnügt die Tasten und den Tisch trockenzuwischen. Damit sollte es dann aber auch genug sein. - War es natürlich nicht. Einige der Tasten wollten partout nicht mehr ihren Dienst leisten und waren somit eigentlich nicht mehr würdig den aufgedruckten Buchstaben zu tragen. Grummelnd, weil ich gerade eine Bewerbung fertig machen wollte, stöpselte ich nun das Keyboard aus und schraubte es auf - nachdem ich die gesamte Wohnung nach einem entsprechenden Schraubenzieher abgesucht hatte.
Nun denn, innendrin hatte sich doch noch eine erkleckliche Menge an Brause zwischen der Gummimatte und den Plastiken, in denen die Drucksensoren liegen, versteckt. Also nahm ich alles auseinander und trocknete es. Wo ich gerade dabei war, dachte ich mir ich könnte ja auch mal schauen, ob zwischen den Tasten inzwischen evtl. etwas Staub liegt, den ich gleich wegwischen könnte. Als ich probeweise die unterste Reihe entfernte stieß ich auf eine indigene Kultur, die kurz vor dem Sprung zur Zivilisation stand. Mein Keyboard lebt! Ganz so schlimm war es nicht, aber was immer ihr über verschmutzte Tastaturen gehört habt, es stimmt. Die Ansammlung protozytischer Cluster aus den verschiedensten Quellen (was halt so in drei Jahren zwischen die Tasten rieselt) war ein schwer zu ertragender Anblick.
Also wusch ich das gesamte Gerät - merklich lauter grummelnd - aus und trocknete es in einigen manuellen Schleudergängen in ein Handtusch eingewickelt. Zum Schluß setzte ich die um ihre baktrielle Brut befreiten Einzelteile wieder zusammen und schloss das Board wieder an. Nichts. Die Tasten verweigerten weiterhin ihren Dienst, die Säure aus der Brause musste in den Stunden seit der Kontaminierung wohl irgendwelche Kontakte angeätzt haben oder sonstwie. Also blieb mir nichts weiter übrig als die wohl sauberste Tastatur zu entsorgen, die jemals im Müll gelandet ist und mir beim Real schnell ne neue zu holen. Die war superbillig und hat nen miesigen Anschlagspunkt, dafür ist sie schwarz, so dass ich den Dreck von nun an großzügig übersehen kann.
Nun denn, innendrin hatte sich doch noch eine erkleckliche Menge an Brause zwischen der Gummimatte und den Plastiken, in denen die Drucksensoren liegen, versteckt. Also nahm ich alles auseinander und trocknete es. Wo ich gerade dabei war, dachte ich mir ich könnte ja auch mal schauen, ob zwischen den Tasten inzwischen evtl. etwas Staub liegt, den ich gleich wegwischen könnte. Als ich probeweise die unterste Reihe entfernte stieß ich auf eine indigene Kultur, die kurz vor dem Sprung zur Zivilisation stand. Mein Keyboard lebt! Ganz so schlimm war es nicht, aber was immer ihr über verschmutzte Tastaturen gehört habt, es stimmt. Die Ansammlung protozytischer Cluster aus den verschiedensten Quellen (was halt so in drei Jahren zwischen die Tasten rieselt) war ein schwer zu ertragender Anblick.
Also wusch ich das gesamte Gerät - merklich lauter grummelnd - aus und trocknete es in einigen manuellen Schleudergängen in ein Handtusch eingewickelt. Zum Schluß setzte ich die um ihre baktrielle Brut befreiten Einzelteile wieder zusammen und schloss das Board wieder an. Nichts. Die Tasten verweigerten weiterhin ihren Dienst, die Säure aus der Brause musste in den Stunden seit der Kontaminierung wohl irgendwelche Kontakte angeätzt haben oder sonstwie. Also blieb mir nichts weiter übrig als die wohl sauberste Tastatur zu entsorgen, die jemals im Müll gelandet ist und mir beim Real schnell ne neue zu holen. Die war superbillig und hat nen miesigen Anschlagspunkt, dafür ist sie schwarz, so dass ich den Dreck von nun an großzügig übersehen kann.
r0ssi - 15. Nov, 14:44
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