Fischmob fragten sich auf ihrem 1998 erschienenem Überalbum "
Power" zurecht, was denn F.R. David eigentlich heute so macht. Grund genug für mich, einmal ein paar Leichen zu sezieren, heute von RTL.
Was zum Teufel macht eigentlich....
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Andreas Elsholz? Deutschland, 1992: die Einigungseuphorie verpufft gerade in Arbeitslosigkeit, Stasi-Vorwürfen und schlechtem Fernsehprogramm. RTL leistet hier seit jenem Jahr einen herausragenden Beitrag, indem es die erste tägliche Seifenoper namens "Harter Stuhl, weicher Stuhl" herausbringt. Einer der
Schauspieler Darsteller, dessen Visage damals besonders oft auf Bravo-Posters (sic!) ertragen werden musste, war der Elsholz-Andi. Ihn zeichnete vor allem sein knallhartes Method Acting aus, er schaffte es immer, wie ein gescheitertes Theater AG-Mitglied zu wirken. Mühsam auswendig gelernte Dialoge wurden derart elshölzern vorgetragen, dass man ihn dann auch noch zu einem Plattenvertrag nötigte. Dass er nicht singen konnte, war wohl kein Problem, er durfte seine Texte sprechend vorjammern. Soweit ich mich erinnere war es immer so etwas wie "Komm zurück Baby, ich hab doch Kehlkopfkrebs" oder so. Leider war der Andi ab den späteren 90ern nicht mehr gesehen. Vielleicht ist er ja zurück in seinen ursprünglichen Beruf - Kfz-Mechaniker.
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Ilona Christen? Gibs zu, an die haste lange nicht mehr gedacht. Und jetzt wecke ich den Dämon in deinen Erinnerungen und deine erste Assoziation ist Brille, stimmts? Was haben wir sie damals geliebt. Ilona startete ihre Karriere als erste Ansagerin mit Brille, moderierte dann den absolut legendären ZDF-Fernsehgarten, der inzwischen totgekiewelt wurde und übernahm dann bei RTL die erste tägliche Talkshow mit weiblicher Moderation. Dabei setzte sie sich thematisch noch ein wenig von ihren untergründigen Mitstreitern wie der dicken Vera oder der Prolo-Bärbel ab - ihre Show war also langweilig. Zudem gab es eine herrliche Persil-Werbung mit ihr, in der sie SEK-mäßig Wohnungen überfiel und Leute mit vorgehaltenem Mikrofon zur Herausgabe verdreckter Kleidungsstücke zwang. Besonders der stets zur seriösen Untermauerung zitierte Prof. Fresenius blieb mir im Gedächtnis haften. Als Chefin war Frau Christen leider etwas anstrengend - dafür hab ich damals ein Heidengeld als Student in ihrer Redaktion verdient. Deswegen wünsche ihr ihr alles Gute in den schweizer Bergen - und bitte nicht den Schreinemakers-Fehler machen und ein TV-Comeback versuchen!
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Esther Schweins? Endlich war ich in der Oberstufe und konnte nach herzenslust Bläuen, aka meine Krankmeldungen selber unterschreiben. Schnell fand ich heraus, dass "vegetative Dystonie" hervorragend als Umschreibung für Kater als Entschuldigung akzeptiert wurde. Jeden Montag hatten wir zwei Freistunden, die wir bei
Dülp, der in Schulnähe wohnte, vergammelten. Bei Litern Kaffee und stangenweise Zigaretten schauten wir uns dann jedesmal die Aufnahme von "RTL Samstag Nacht" an, damals das Lustigste was im Fernsehen lief. Schmückendes Beiwerk der Show war Esther Schweins, deren Gags zwar nicht soo doll waren, die damals aber Objekt unserer adoleszenten Begierde war. Im Nachhinein kann man fast vermuten, dass sie einzig aufgrund ihres Aussehens in die Show verfrachtet wurde, was sich allein daran zeigt, dass sie nach "Samstag Nacht" nur noch in einigen drittklasigen Fernsehfilmen zu sehen war. Es kann natürlich durchaus sein, dass sie immer noch gut im Geschäft ist, dann aber in Sachen, die ich mir nicht ansehe, wie Rosamunde-Pilcher-Verfilmungen oder "Traumschiff". Mir fiel sie nur letztens ganz unangenehm auf, als sie bei der Fernsehpreis-Verleihung eine derart unlustige Schüttelreim-Laudatio hielt, dass ich mir vor Fremdscham die Bettdecke über den Kopf ziehen musste. Mein Tipp: ab in den Playboy bevor es zu spät ist.