Am Montag fuhren wir str8 outta Berlin-Rockcity ins zivilisatorische Gegenstück: die Eifel. Die Eifel ist - für Unkundige - ein Mittelgebirge im äußersten Westen der Republik. Dementsprechend dauerte dann auch die Hinfahrt mit Mitfahrtgelegenheit, Zug und Abholen am Bahnhof. In der dortigen Jagdhütte, in der ich schon so manche lazy days verbrachte, ist man so offline wie es nur geht. Das Haus, unweit der beligischen Grenze, liegt direkt am Waldrand ohne Nachbarn, ohne Strom, ohne fließend Wasser, ohne WC, und selbstredend ohne Telefon, Fax, Internet. Dafür gibt es aber Gaslampen, eine Wasserpumpe und ein super Plumpsklo ("Donnerbalken") und ab und an bekommt man gar ein Netz fürs Handy.
In anderen Worten konnte man dort herrlich von den Strapazen des Großstadtdschungels relaxen und biertrinkend durch die Gegend wandern. Allerdings bin ich durch die Stadt dermaßen versaut, dass ich sogar Angst vor Kühen habe. Wenn man so durch die Hügellandschaft an den Weiden vorbeilatscht kriegt man als unbedarftes Stadtkind schonmal leichte Panik, wenn sich so ein veritabler Jungbulle aufrafft und mit seinen ca. 650kg angaloppiert kommt und erst in letzter Sekunde ein paar Meter vor einem mit vierhufiger Vollbremsung zum Stehen kommt. Call me Weichei, aber vor meinem inneren Auge zog schon mein Leben an mir vorüber. Immerhin hatte ich keinen Schiss vor den Rehen und Füchsen, deren Wege wir kreuzten. Nach drei Tagen fehlten mir aber die Abgase, der Lärm und die Big City Nights. Und Köln bei Kaiserwetter ist ja auch ne sehr schöne Angelegenhweit.
Mehr Bilder aus Berlin und der Eifel gibt es bei
Flickr.